Zufüttern oder sicherer Wintertod

Zufütterung bei der Honigbiene

Warum muss man Bienen zufüttern?

Viele Bienenvölker würden schon im Herbst sterben, wenn man sie nicht zufüttern würde. Es gibt keine Blüten mehr – daher auch keinen Nektar, denn die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Da die Bienen keinen durchgehenden Winterschlaf halten, müssen sie etwas fressen. Wir sorgen also dafür, dass die Bienen den Winter überleben. Die Bienen überleben  den Winter in einer Wintertraube, die nah an den Futterwaben liegt. Im inneren der Wintertraube herscht eine Temperatur von ungefähr 25°C . Steigt die Außentemperatur über 15°C, lockert sich die Wintertraube.

 

 

wintertraube

 

Wann füttert man zu?

Mann muss die richtige Temperatur beachten. Die optimale Temperatur um die Bienen zu Füttern beträgt 15-20°C. Wenn die Temperatur unter 10°C liegt, dann besteht das Risiko, dass die Bienen verklammen.

Anfang September können wir die Biene noch gut mit Flüssigfutter zufüttern. Die Voraussetzungen dafür sind gut: sonnige Herbsttage und eine gute Volksstärke um die Arbeit zu leisten.

Ab Mitte September sollte  man mit der Zufütterung fertig sein. Die Bienen im Oktober (oder sogar später) zu Füttern sollte eigentlich eine Ausnahme sein. Die Verarbeitung des Winterfutters würde die wenigen Winterbienen zu stark beanspruchen. Außerdem lädt die Fütterung andere Völker und Insekten (wie Wespen) zu Räuberei ein und ein kleines Volk kann sich nicht dagegen schützen.

 

Was und wie viel muss man Zufüttern?

Um das Winterfutter herzustellen brauchst du:

  • Zucker
  • Wasser
  • einen Eimer (großes Gefäß)
  • etwas zum umrühren

Der Zucker wird in kg Tüten gemessen. Und das Wasser in Liter. Die Mischung sollte 3:2 sein (3=Zucker 2=Wasser). Es ist gut wenn du erwärmtes Wasser nimmst. Das Ergebnis ist Zuckersirup.

Es gibt auch ein Mischungsverhältnis von 1:1.- das bedeutet für die Bienen mehr Arbeit. Ein großes Volk braucht ca. 16 kg Winterfutter.

Wie füttert man zu?

Darreichungsform: die Darreichungsform sollte zähflüssig sein. Die Korken, die man im Sirup schwimmen lässt, bewahren die Biene vor den Ertrinken. Die Zugabe des Sirups sollte möglichst nachmittags bis abends sein. So kann durch den Tag noch fleißig Pollen gesammelt werden. Wenn es die Fütterung für den Winter ist, sollten alle Völker gleichzeitig gefüttert werden.

Wieland & Philip

 

 

 

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Ein Gedanke zu “Zufüttern oder sicherer Wintertod

  1. Ein sehr informativer Bericht über das Überleben von Bienen, die so wichtig für unsere Natur und unsere Ernährung sind. Dieser Blog ist mit Sicherheit ein guter Beitrag, den Bienen bei ihrem Überlebenskampf zu helfen und die Menschen auf das bereits eingesetzte Bienensterben hinzuweisen. Für mich war dieser Blog zugleich Ansporn, mich weiter im Internet über die kleinen Lebewesen zu informieren. Dabei konnte ich erfahren, dass der BUND Naturschutz einen Aufruf gestartet hat, der amtierende Politiker auf das Schicksal dieser kleinen Helfer aufmerksam machen möchte. An dieser Aktion habe ich mich spontan beteiligt, damit die angestrebten 130000 Appelle an die Politik, schnell erreicht werden.
    https://aktion.bund.net/a-place-to-bee?gclid=Cj0KCQiAzMDTBRDDARIsABX4AWyDyO1XBxKJtDNuZQH5iflRujAvKIu5An3mrIhu42cGvPRJSc1_KhcaAg0REALw_wcB

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