Kurs im September: Bienenkörbe flechten

Die Korbimkerei in Bienenkörben aus Stroh geht in ihrer alten Tradition bereits bis auf die Germanen zurück. Die Bienen werden in handgeflochtenden, zumeist glockenförmigen Strohkörben untergebracht. Das stramm geflochtene Stroh bietet einen optimalen Schutz gegen Witterungseinflüssen wie Regen und Schnee und ist gleichsam durch die Verwendung eines natürlichen und ökologischen Baustoffs sehr atmungsaktiv. Normal große Körbe besitzen etwa ein Volumen von 60 Litern. Oftmals wurden die Körbe während des Winters von den Imkernden selbst geflochten.

Korbimkerei – eine aussterbende Tradition

Die Betriebsweise der Korbimkerei ist nur noch sehr selten in Deutschland vertreten. Die Korbbehausungen gelten bei vielen Menschen trotzdem noch als Sinnbild der Imkerei und bieten eine direkte Assoziation zu Bienen und Bienenprodukten. Für eine honigintensive Imkerei mit ihren sehr brutstarken Bienenrassen wie Carnica und Buckfast gelten die im Raumvolumen begrenzten Korbbeuten als ungeeignet. Die reduzierte Wabenfläche wird für die Völker immer Sommer schnell so klein, so dass sie zu einem starken Schwarmtrieb neigen.

Viele Menschen haben seit Jahren keinen Bienenschwarm mehr gesehen, weil mit verschiedenen Methoden das Ausschwärmen verhindert wird. «Die Verhinderung des natürlichen Schwarmtriebes ist ein widernatürlicher Eingriff, der zu Folgeschäden führt», erklärt Bienenforscher Thomas D. Seeley. Die Schwarmverhinderung sei nur für die Imkernden gut, aber nicht für die Bienen. Bei seinen Experimenten habe er festgestellt, dass nach dem Schwärmen die Varroamilben im Muttervolk markant reduziert sind. «Wenn der Schwarm ausgeflogen ist, muss im Muttervolk zuerst eine junge Königin schlüpfen und auf den Begattungsflug gehen. Bis diese Königin die ersten Brutwaben bestiftet hat, gibt es keine verdeckelte Brut, in welche die Varroamilben ihre Eier legen können. Auch dies reduziert die Varroa markant.»

Quellen: verändert nach http://www.beeventure.de/imkerei/beuten/bienenkorb.html 
und https://www.mellifera.de/blog/freibeuter/thomas-d-seeley-bienenschwaerme.html


Vorbereitung für den Flechtkurs:

Ernte des Bio-Champagnerroggens in Daglfing

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